Jugendpolitische Mittagspause

Im Hof des Landesmuseums in Mainz fuhr heute “Polli” vor, der Tourbus des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer. Das Oldtimer-Wohnmobil bot die Kulisse für die jugendpolitische Mittagspause, zu der die vier rheinland-pfälzischen Diözesanverbände des BDKJ – Speyer, Mainz,Trier und Limburg – eingeladen hatten. Der Dachverband der katholischen Jugendverbände warb auf Stellwänden rund um den Bus für ihre jugendpolitischen Themen: Für die Wahlalterabsenkung auf 16 Jahre beispielsweise, die der BDKJ schon seit Jahren fordert, um Jugendlichen mehr Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen. Lena Schmidt, Diözesanvorsitzende des BDKJ Speyer, warb im Gespräch mit Marc Ruland (Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz) für außerschulische Jugendangebote: “Bildung findet nicht nur in der Schule statt. Die katholischen Jugendverbände bieten tolle Möglichkeiten und Angebote im Bereich der politischen Bildung, die es im Zukunft zu stärken und auszubauen gilt.”

Simon Schwarzmüller (KjG im Diözesanverband Speyer) stellte Christiane Rohleder (Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, Bündnis 90/Die Grünen) das schulpolitische Grundsatzpapier des BDKJ Speyer vor: “Es ist wichtig, dass Jugendliche neben der schulischen Bildung soziale Bildung erfahren. Das muss in der politischen Diskussion einen wichtigen Raum einnehmen. Unsere Jugendverbände bieten solche sozialen Erfahrungsräume außerhalb von Schule. Wenn die Ganztagsschulen ausgebaut werden, muss es immer noch für Kinder und Jugendliche die Möglichkeit geben, diese Angebote wahrzunehmen.”

Sascha Zink (BDKJ-Diözesanvorsitzender Mainz) unterstützte im Gespräch mit Pia Schellhammer (Parlamentarische Geschäftsführerin, Bündnis 90 / Grüne Fraktion in Landtag Rheinland-Pfalz) deren Position im Hinblick auf die Debatte um einen verpflichtenden Grunddienst: “Wir wollen keinen Zwangsdienst und plädieren dafür, die Angebote der Freiwilligendienste zu stärken. Sie sind wichtige Bildungsangebote. Wirkliches gesellschaftliches Engagement kann immer nur aus der Freiwillgkeit entstehen und nicht verordnet werden. Um sie an den Schulen zu bewerben brauchen wir aber mehr Ressourcen in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligendienste.”

Melanie Goßmann (Bildungsreferentin BDKJ Limburg) freute sich über das Lob von Christian Baldauf (Fraktionsvorsitzender, CDU Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz). Baldauf hatte die Vertretung jugendpolitischer Interessen über Bistumsgrenzen hinaus auf Landesstellenebene gelobt.

Susanne Kiefer (BDKJ-Diözesanvorsitzende Trier) sprach mit Sabine Bätzing-Lichtenthäler (rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, SPD) über jugendgerechte Sprache: “Für Themen, die Jugend betreffen, muss Politik auf eine jugendgerechte Sprache und entspechende Formate achten. Wenn es etwa um Rente geht, dann müssen auch Jugendliche eingeladen werden und nicht nur Rentnerinnen und Rentner von heute. Das ist ein wichtiges Thema auch für Jugend! Jugendliche haben nicht weniger Interesse an Politik als früher. Sie brauchen aber Formate, die sie ansprechen und müssen verstehen können, worum es geht.”

Zur jugendpolitischen Mittagspause waren Abgeordnete der Landtagsfraktionen von Bündnis 90/ Die Grünen, CDU, FDP und SPD eingeladen.

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